Der Bundestagwahlbog 2017 #3 – Eiserne Mutti vs. Gottkanzler Europas

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Es soll die vierte Amtszeit für Angela Merkel werden – man kennt sie, sie scheint schon immer da, und junge Leute können sich vielleicht noch an die Zeiten vor ihr erinnern, als Gerhard Schröder noch mit seinem Lachen im Biergarten glänzen konnte. Merkel ist die personifizierte Geduld, aber immer bereit sich auch neuen zu öffnen. Beispielsweise dem Neuland, mit all seinen Herausforderungen wie 360°-Kameras

Der Bundestagwahlbog 2017 #2 – Debattenkultur statt Informationskultur?

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Ein grundsätzliches Problem des deutschen Wahlkampfes liegt neben den Kandidaten und Parteien vor allem auch vor allem bei den Medien. Vor allem ein Großteil des öffentlichen Rundfunkes setzt hier auf eine unfruchtbare Debattenkultur statt auf eine fruchtbare Informationskultur, die seinen Zuschauern Hintergrundwissen vermittelt statt sie mit politischen Meinungen der Parteien zu bombardieren. Der krampfhafte Versuch Sendungen wie das Kanzlerduell oder den sogenannten Fünfkampf in ein Unterhaltungsformat pressen zu wollen verfehlt den Auftrag einer Vermittlung eines Fundamentes von Wissen, das zur Bildung der eigenen Meinung heute notwendiger denn je scheint.

Der Bundestagwahlbog 2017 #1 – Die Ruhe ohne Sturm

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Die anstehende Bundestagswahl scheint schon entschieden, es verhält sich ein wenig wie mit den letzten Tagen der Bundesliga. Der Sieger steht fest, die unteren Ränge haben zu bangen. Während Merkel anscheinend nicht von ihrem eisernen Thron zu stürzen ist, an dem sich Martin Schulz die vergangenen Monate die Zähne ausbeißt, ist die AfD damit beschäftigt sich selbst zu zerfleischen. Die Grünen sind auf der Suche nach einem Fünkchen Umweltpolitik, während die Linken wieder erfolgreich daran arbeiten in der Opposition zu bleiben. Bei der FDP erhebt sich die rhetorische Lichtgestalt des Christian Lindner, der mit seinen Wahlplakaten Gefahr läuft als Lobbyist für H&M abgestempelt zu werden.

Ein Sturm zieht auf – Teil II

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Teil 1 – Die Erklimmung des Monte Rotondo verpasst?

Blitzendes Glücksspiel

Die Blitze erhellen die tiefschwarze Nacht. Der Donner lässt uns einen schummrigen Schauer über den Rücken laufen, der Wind zieht uns durch die Zeltwand bis ins Mark. Wir sind mitten in einem Unwetter – es wird lange dauern, bis sich die ersten Sonnenstrahlen wieder blicken lassen. Und es ist recht ungewiss, ob wir den Morgen noch erleben. Wir befinden uns auf einer der höchsten Ebenen Korsikas, ungeschützt, neben einem See. Als brächte uns der Rum und der Platzmangel im Zelt nicht schon genug ins Schwitzen müssen wir nun ernsthaft um unser Leben fürchten.

Zwischenruf aus Hamburg #2 – Begegnungen

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Endlich wieder in der Großstadt. Täglich sehe ich tausend neue unbekannte Gesichter, und täglich wird mein Gesicht tausend mal als unbekanntes gesehen. Es ist schwierig aufzufallen, selbst die Yuppies und Alternativen, ja sogar die, die laut umherbrüllen, haben Schwierigkeiten wahrgenommen zu werden. Es dauert nicht lange, da setzt die Routine ein, der Alltagstrott hat einen fest im Griff. Bis das Klingeln von Kupfermünzen im Metallbecher am Straßenrand kaum mehr wahrgenommen wird.

Zwischenruf auf Hamburg #1 – Das Elend der Großstadt

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Auf meinem heutigen Heimweg werde ich nach den zahllosen Treppenstufen an der Hafenstraße von einer jungen Frau angehalten. Ich muss erst einmal bremsen, denn ich bin die Treppe in alter Rocky Balboa Manier hinauf gesprintet. Sie fragt mich ob ich ein Foto von ihr und ihrer Frauengruppe machen könne und drückt mir ihr iPhone 6 in die Hand. Da mein Handy momentan in Trümmern liegt, überlege ich mir ob ich kehrt machen soll, und damit wegrenne.  Doch bevor ich meinen Gedankengang beende stellt sich mir der St. Pauli Nachtwächter vor, den die jungen Frau ebenfalls für das Foto genötigt haben.

„Ich bin der Nachtwächter, bist du auch Kiezianer“?, fragt der alte Mann in einer Mischung aus Wachdienst- und Kapitänsuniform mich. Ich entgegne ihm, dass ich erst vor einer Woche zugezogen bin, die Frauen waren wieder schnell interessanter für ihn. Er wankt mit einer Laterne in der Hand zu ihnen, und macht sich für das Foto bereit. Es regnet, also beeile ich mich ein wenig mit dem spontanen Shooting. Der Nachtwächter witzelt schon über sein Honorar. „20 Euro macht das dann“, sagt er mit feinsten norddeutschen Akzent. Hamburg ist voller guter Seelen denke ich mir, doch mein weiterer Weg führt über die berüchtigte Sündenmeile Hamburgs.

Der nahezu unregelmäßiger Gang über die Reeperbahn ist immer eine ständige Erinnerung an das Leid, das Menschen widerfahren kann. Bei allen guten Seelen der Stadt schwirren auch einige verlorene umehr. An einem Nachmittag beispielsweise kommt mir ein sichtlich gezeichneter Mann entgegen, der vor sich her murmelt. Er schüttelt den Kopf, schleudert plötzlich die Tüte Pommes, die er in der Hand hält auf den Boden, spuckt ihr drei mal hinterher. Ich schaue bedächtig vor mich und gehe an ihm vorbei.

Heute morgen auf meinem Weg zur Arbeit zucke ich am Spielbudenplatz zusammen. Eine Frau liegt auf einer Treppe, sie trägt Kopfhörer, Sonnenbrille und Kapuze. Sie windet sich über die Stufen, und schreit in einem 30 Sekunden Turnus, sodass es ein Echo von der gegenüberliegenden Straßenseite gibt. Doch das geht schnell im Geheul der Polizeisirenen unter. Ich richte meinen Blick weiter nach vorne, ich muss schließlich zur Arbeit.

Die tägliche Konfrontation damit, welch Elend die Menschen trifft, wie sie sich in der Spirale des vermeintlich Ausweglosen drehen lässt einen abstumpfen. Man versteckt sich hinter der Anonymität der Großstadt, man sieht weg, geht weiter. Die Gräben scheinen zu tief, das man sie überwinden könnte. Doch dann gehe ich Richtung Bahnhof, dem Sammelbeckens derer, die es verlernt haben sich selbst helfen zu können. Eine Frau hält mit ihrem Wagen auf einem Parkplatz davor. Ihr Kofferraum ist bis zum Dach mit Brötchen gefüllt. Ihr kleiner Sohn hilft ihr dabei das nötigste an eine Gruppe Obdachlose zu verteilen. Schon nach einer Tüte Brötchen antwortet einer von ihnen der Frau: „Danke, aber mehr können wir nicht nehmen.“ Eine gute Seele traf eine verlorene.

 

 

 

Ein Sturm zieht auf – Teil I

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Die Erklimmung des Monto Rotondo

Korsika ruft nicht nur wegen seiner Strände viele Touristen auf den Plan, sondern wegen seiner Berge auch einige Verrückte, die sie besteigen wollen. Da wir zwei Wochen auf Korsika zu Verfügung haben, planen wir eine solch verrückte Zwei-Tagestour über die Insel, die vor allem eines hat: Höhenmeter. Unsere Route gilt als eine der anspruchsvollsten von Korsika, und sieht neben einer Übernachtung auf 2321m Höhe auch alpine Erfahrung vor. Die habe ich wohl nach meinen letzten Qualenmarsch durch die Cullin Hills in Schottland. Dachte ich zumindest.

NetzDG und Co: Überwachung zur Sommerpause

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Vor der Sommerpause ist es im Bundestag ja üblich Gesetzespakete zu beschließen was das Zeug hält. Doch während sich jedes Leitmedium um die angemessene Beisetzung Kohls streitet, wurden im Bundestag extreme Einschnitte in die Grund- und Freiheitsrechte der Menschen beschlossen.

Zwischen Klimaschutz, Lobbyismus und einem großen Ego

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In einem erneuten Anfall geistiger Umnachtung hat Donald Trump angekündigt, dass er sich aus dem Pariser Klimaabkommen (COP21) zurückziehen möchte. Doch der Klimaschutz ist leider längst zu einem Politikum verkommen und wird immer mehr für politische Interessen instrumentalisiert. 

Ein paar Gedanken zu: Lebenserfahrung

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Lang ist es her, dass ich recht diffuse Gedanken einfach mal verschriftlicht habe, aber Dinge wie der eigene Geburtstag oder irgendwelche Daten, die einem etwas was bedeuten sollen, stoßen doch immer wieder dazu an all das was man so macht und machen will zu reflektieren. Ich bin immerhin schon 22 Jahre auf diesem Erdball unterwegs. Da wird es doch mal Zeit sich mit den grundlegenden Grundlagen zu beschäftigen. Und im besten Falle findet man dann gerade so die Lösung auf alle Antworten.