Der Jahresrückblick 2018

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Das morbide Gesicht der Wälder, der weiße Schimmer, der über den kargen Baumkronen liegt, regt doch immer wieder zu Ende des Jahres dazu an ein wenig innezuhalten und das Jahr zu resümieren. Ein blasser Ausschnitt dessen, was die letzen 365 Tage im Gedächtnis hängen blieb, von Freude und Trauer, vom Erfolg und Scheitern. Und je älter man wird, desto mehr muss man nachdenken, ob dieses und jenes denn im letzten Jahr passiert ist oder doch schon wieder drei Jahre her ist.

Die politische Verwirrtheit des 21. Jahrhunderts

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Einen Überblick über die politische Landschaft in Deutschland zu behalten ist nicht ganz einfach, aber möglich. Einen Überblick über die europäische politische Landschaft zu wahren ist nahezu unmöglich. Die Spektren und Strömungen verschwimmen, es wird immer schwieriger richtig und falsch sauber zu trennen. Nachrichten von Entscheidungen, die gut und schlecht sind regnen durch die Nachrichtenkanäle und Sozialen Medien nur so in die Köpfe der Menschen. Es wird Zeit den See, der sich im Kopf angesammelt hat, ein wenig zu ordnen.

Gamarjoba Georgien – Ankunft bei Freunden

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Ein Lichtermeer rückt näher umgeben von tiefen Schwarz. Die Marmara See bestimmt über die Silhouette Istanbuls, nur hier und dort leuchtet eines der riesigen Containerschiffe am Highway des Bosporus. 2013 bot sich mir dieser faszinierende Blick zuletzt – auf die Stadt mit tausend Namen, die die Brücke Europas nach Asien bildet. Mein Ziel bleibt diesmal allerdings ein anderes: die Hauptstadt Georgiens südlich des Kaukasus. 

Der Bundestagwahlbog 2017 #4 – Thema: Mobilität

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Ein Thema an dem viel vor dieser Wahl hängt, ist die Frage nach der zukünftigen Fortbewegung der Menschen. Dieselaffäre und Klimawandel scheinen so etwas wie einen Funken von Bewusstsein bei den Menschen geweckt zu haben. Die Grünen machen die Neuzulassung emissionsfreier PKW bis 2030 sogar zur Koalitionsbedingung. Doch es braucht mehr als ein Verbot von Emissionen, es braucht ein viel tiefgreifenderes Umdenken.

Der Bundestagwahlbog 2017 #3 – Eiserne Mutti vs. Gottkanzler Europas

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Es soll die vierte Amtszeit für Angela Merkel werden – man kennt sie, sie scheint schon immer da, und junge Leute können sich vielleicht noch an die Zeiten vor ihr erinnern, als Gerhard Schröder noch mit seinem Lachen im Biergarten glänzen konnte. Merkel ist die personifizierte Geduld, aber immer bereit sich auch neuen zu öffnen. Beispielsweise dem Neuland, mit all seinen Herausforderungen wie 360°-Kameras

Der Bundestagwahlbog 2017 #2 – Debattenkultur statt Informationskultur?

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Ein grundsätzliches Problem des deutschen Wahlkampfes liegt neben den Kandidaten und Parteien vor allem auch vor allem bei den Medien. Vor allem ein Großteil des öffentlichen Rundfunkes setzt hier auf eine unfruchtbare Debattenkultur statt auf eine fruchtbare Informationskultur, die seinen Zuschauern Hintergrundwissen vermittelt statt sie mit politischen Meinungen der Parteien zu bombardieren. Der krampfhafte Versuch Sendungen wie das Kanzlerduell oder den sogenannten Fünfkampf in ein Unterhaltungsformat pressen zu wollen verfehlt den Auftrag einer Vermittlung eines Fundamentes von Wissen, das zur Bildung der eigenen Meinung heute notwendiger denn je scheint.

Der Bundestagwahlbog 2017 #1 – Die Ruhe ohne Sturm

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Die anstehende Bundestagswahl scheint schon entschieden, es verhält sich ein wenig wie mit den letzten Tagen der Bundesliga. Der Sieger steht fest, die unteren Ränge haben zu bangen. Während Merkel anscheinend nicht von ihrem eisernen Thron zu stürzen ist, an dem sich Martin Schulz die vergangenen Monate die Zähne ausbeißt, ist die AfD damit beschäftigt sich selbst zu zerfleischen. Die Grünen sind auf der Suche nach einem Fünkchen Umweltpolitik, während die Linken wieder erfolgreich daran arbeiten in der Opposition zu bleiben. Bei der FDP erhebt sich die rhetorische Lichtgestalt des Christian Lindner, der mit seinen Wahlplakaten Gefahr läuft als Lobbyist für H&M abgestempelt zu werden.

Ein Sturm zieht auf – Teil II

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Teil 1 – Die Erklimmung des Monte Rotondo verpasst?

Blitzendes Glücksspiel

Die Blitze erhellen die tiefschwarze Nacht. Der Donner lässt uns einen schummrigen Schauer über den Rücken laufen, der Wind zieht uns durch die Zeltwand bis ins Mark. Wir sind mitten in einem Unwetter – es wird lange dauern, bis sich die ersten Sonnenstrahlen wieder blicken lassen. Und es ist recht ungewiss, ob wir den Morgen noch erleben. Wir befinden uns auf einer der höchsten Ebenen Korsikas, ungeschützt, neben einem See. Als brächte uns der Rum und der Platzmangel im Zelt nicht schon genug ins Schwitzen müssen wir nun ernsthaft um unser Leben fürchten.

Zwischenruf aus Hamburg #2 – Begegnungen

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Endlich wieder in der Großstadt. Täglich sehe ich tausend neue unbekannte Gesichter, und täglich wird mein Gesicht tausend mal als unbekanntes gesehen. Es ist schwierig aufzufallen, selbst die Yuppies und Alternativen, ja sogar die, die laut umherbrüllen, haben Schwierigkeiten wahrgenommen zu werden. Es dauert nicht lange, da setzt die Routine ein, der Alltagstrott hat einen fest im Griff. Bis das Klingeln von Kupfermünzen im Metallbecher am Straßenrand kaum mehr wahrgenommen wird.

Ein Sturm zieht auf – Teil I

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Die Erklimmung des Monto Rotondo

Korsika ruft nicht nur wegen seiner Strände viele Touristen auf den Plan, sondern wegen seiner Berge auch einige Verrückte, die sie besteigen wollen. Da wir zwei Wochen auf Korsika zu Verfügung haben, planen wir eine solch verrückte Zwei-Tagestour über die Insel, die vor allem eines hat: Höhenmeter. Unsere Route gilt als eine der anspruchsvollsten von Korsika, und sieht neben einer Übernachtung auf 2321m Höhe auch alpine Erfahrung vor. Die habe ich wohl nach meinen letzten Qualenmarsch durch die Cullin Hills in Schottland. Dachte ich zumindest.