Der Jahresrückblick 2018

Blog, Fotografie, Frankreich, Georgien, Gesellschaft, Reise, Reisen, Unterwegs

Das morbide Gesicht der Wälder, der weiße Schimmer, der über den kargen Baumkronen liegt, regt doch immer wieder zu Ende des Jahres dazu an ein wenig innezuhalten und das Jahr zu resümieren. Ein blasser Ausschnitt dessen, was die letzen 365 Tage im Gedächtnis hängen blieb, von Freude und Trauer, vom Erfolg und Scheitern. Und je älter man wird, desto mehr muss man nachdenken, ob dieses und jenes denn im letzten Jahr passiert ist oder doch schon wieder drei Jahre her ist.

Die politische Verwirrtheit des 21. Jahrhunderts

Blog, Deutschland, Gesellschaft, Kommentar, Politik

Einen Überblick über die politische Landschaft in Deutschland zu behalten ist nicht ganz einfach, aber möglich. Einen Überblick über die europäische politische Landschaft zu wahren ist nahezu unmöglich. Die Spektren und Strömungen verschwimmen, es wird immer schwieriger richtig und falsch sauber zu trennen. Nachrichten von Entscheidungen, die gut und schlecht sind regnen durch die Nachrichtenkanäle und Sozialen Medien nur so in die Köpfe der Menschen. Es wird Zeit den See, der sich im Kopf angesammelt hat, ein wenig zu ordnen.

Nacht der Kirchen in Hamburg – Zwischen Dur und Moll

Deutschland, Gesellschaft, Reportage

Man ist überrascht, wenn man erfährt, was sich in manchen Gebäude  Hamburgs verbirgt. Zwischen den hohen Türmen des Michels oder des Nikolai-Mahnmals finden sich kleine  Kirchen, die einiges zu bieten haben. Ein Besuch bei fremdsprachigen Gemeinden in der Nacht der Kirchen.

Zwischenruf auf Hamburg #1 – Das Elend der Großstadt

Deutschland, Gesellschaft, Zwischenruf aus Hamburg

Auf meinem heutigen Heimweg werde ich nach den zahllosen Treppenstufen an der Hafenstraße von einer jungen Frau angehalten. Ich muss erst einmal bremsen, denn ich bin die Treppe in alter Rocky Balboa Manier hinauf gesprintet. Sie fragt mich ob ich ein Foto von ihr und ihrer Frauengruppe machen könne und drückt mir ihr iPhone 6 in die Hand. Da mein Handy momentan in Trümmern liegt, überlege ich mir ob ich kehrt machen soll, und damit wegrenne.  Doch bevor ich meinen Gedankengang beende stellt sich mir der St. Pauli Nachtwächter vor, den die jungen Frau ebenfalls für das Foto genötigt haben.

„Ich bin der Nachtwächter, bist du auch Kiezianer“?, fragt der alte Mann in einer Mischung aus Wachdienst- und Kapitänsuniform mich. Ich entgegne ihm, dass ich erst vor einer Woche zugezogen bin, die Frauen waren wieder schnell interessanter für ihn. Er wankt mit einer Laterne in der Hand zu ihnen, und macht sich für das Foto bereit. Es regnet, also beeile ich mich ein wenig mit dem spontanen Shooting. Der Nachtwächter witzelt schon über sein Honorar. „20 Euro macht das dann“, sagt er mit feinsten norddeutschen Akzent. Hamburg ist voller guter Seelen denke ich mir, doch mein weiterer Weg führt über die berüchtigte Sündenmeile Hamburgs.

Der nahezu unregelmäßiger Gang über die Reeperbahn ist immer eine ständige Erinnerung an das Leid, das Menschen widerfahren kann. Bei allen guten Seelen der Stadt schwirren auch einige verlorene umehr. An einem Nachmittag beispielsweise kommt mir ein sichtlich gezeichneter Mann entgegen, der vor sich her murmelt. Er schüttelt den Kopf, schleudert plötzlich die Tüte Pommes, die er in der Hand hält auf den Boden, spuckt ihr drei mal hinterher. Ich schaue bedächtig vor mich und gehe an ihm vorbei.

Heute morgen auf meinem Weg zur Arbeit zucke ich am Spielbudenplatz zusammen. Eine Frau liegt auf einer Treppe, sie trägt Kopfhörer, Sonnenbrille und Kapuze. Sie windet sich über die Stufen, und schreit in einem 30 Sekunden Turnus, sodass es ein Echo von der gegenüberliegenden Straßenseite gibt. Doch das geht schnell im Geheul der Polizeisirenen unter. Ich richte meinen Blick weiter nach vorne, ich muss schließlich zur Arbeit.

Die tägliche Konfrontation damit, welch Elend die Menschen trifft, wie sie sich in der Spirale des vermeintlich Ausweglosen drehen lässt einen abstumpfen. Man versteckt sich hinter der Anonymität der Großstadt, man sieht weg, geht weiter. Die Gräben scheinen zu tief, das man sie überwinden könnte. Doch dann gehe ich Richtung Bahnhof, dem Sammelbeckens derer, die es verlernt haben sich selbst helfen zu können. Eine Frau hält mit ihrem Wagen auf einem Parkplatz davor. Ihr Kofferraum ist bis zum Dach mit Brötchen gefüllt. Ihr kleiner Sohn hilft ihr dabei das nötigste an eine Gruppe Obdachlose zu verteilen. Schon nach einer Tüte Brötchen antwortet einer von ihnen der Frau: „Danke, aber mehr können wir nicht nehmen.“ Eine gute Seele traf eine verlorene.

 

 

 

NetzDG und Co: Überwachung zur Sommerpause

Überwachung, Deutschland, Gesellschaft, Kommentar, Politik

Vor der Sommerpause ist es im Bundestag ja üblich Gesetzespakete zu beschließen was das Zeug hält. Doch während sich jedes Leitmedium um die angemessene Beisetzung Kohls streitet, wurden im Bundestag extreme Einschnitte in die Grund- und Freiheitsrechte der Menschen beschlossen.

Ein paar Gedanken zu: Lebenserfahrung

Blog, Gesellschaft

Lang ist es her, dass ich recht diffuse Gedanken einfach mal verschriftlicht habe, aber Dinge wie der eigene Geburtstag oder irgendwelche Daten, die einem etwas was bedeuten sollen, stoßen doch immer wieder dazu an all das was man so macht und machen will zu reflektieren. Ich bin immerhin schon 22 Jahre auf diesem Erdball unterwegs. Da wird es doch mal Zeit sich mit den grundlegenden Grundlagen zu beschäftigen. Und im besten Falle findet man dann gerade so die Lösung auf alle Antworten.

„Was ist eigentlich los mit Deutschland?“

Deutschland, Europa, Gesellschaft, Politik

Eine Rohberichterstattung von Crowdspondent mit „Was ist eigentlich los mit Deutschland?“ – ein gutes und wichtiges Format für all diejenigen, die denken, dass sie nicht gehört werden. Es ist quasi ein „Clash of World Views“ mitten in Berlin auf einer „Merkel muss Weg“-Demo.