Ein Sturm zieht auf – Teil II

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Teil 1 – Die Erklimmung des Monte Rotondo verpasst?

Blitzendes Glücksspiel

Die Blitze erhellen die tiefschwarze Nacht. Der Donner lässt uns einen schummrigen Schauer über den Rücken laufen, der Wind zieht uns durch die Zeltwand bis ins Mark. Wir sind mitten in einem Unwetter – es wird lange dauern, bis sich die ersten Sonnenstrahlen wieder blicken lassen. Und es ist recht ungewiss, ob wir den Morgen noch erleben. Wir befinden uns auf einer der höchsten Ebenen Korsikas, ungeschützt, neben einem See. Als brächte uns der Rum und der Platzmangel im Zelt nicht schon genug ins Schwitzen müssen wir nun ernsthaft um unser Leben fürchten.

Zwischenruf aus Hamburg #2 – Begegnungen

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Endlich wieder in der Großstadt. Täglich sehe ich tausend neue unbekannte Gesichter, und täglich wird mein Gesicht tausend mal als unbekanntes gesehen. Es ist schwierig aufzufallen, selbst die Yuppies und Alternativen, ja sogar die, die laut umherbrüllen, haben Schwierigkeiten wahrgenommen zu werden. Es dauert nicht lange, da setzt die Routine ein, der Alltagstrott hat einen fest im Griff. Bis das Klingeln von Kupfermünzen im Metallbecher am Straßenrand kaum mehr wahrgenommen wird.

Ein Sturm zieht auf – Teil I

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Die Erklimmung des Monto Rotondo

Korsika ruft nicht nur wegen seiner Strände viele Touristen auf den Plan, sondern wegen seiner Berge auch einige Verrückte, die sie besteigen wollen. Da wir zwei Wochen auf Korsika zu Verfügung haben, planen wir eine solch verrückte Zwei-Tagestour über die Insel, die vor allem eines hat: Höhenmeter. Unsere Route gilt als eine der anspruchsvollsten von Korsika, und sieht neben einer Übernachtung auf 2321m Höhe auch alpine Erfahrung vor. Die habe ich wohl nach meinen letzten Qualenmarsch durch die Cullin Hills in Schottland. Dachte ich zumindest.

Parcours über den Wolken

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Teil 2 – Das Felslabyrinth des Quiraing

Für alle Nachzügler, die den ersten Teil „The Lookout“ verpasst haben.

Ein Gastbeitrag von Max Schmidt | Pixelkeller

Kalt, nass und windig – drei Worte, die den September in Schottland mit erstaunlicher Präzision beschreiben.Dieser Gedanke schießt und in Dauerschleife durch den Kopf, als wir frierend dem Trauerzug der Autos hinter der nächsten Kurve verschwinden sehen.

Parcours über den Wolken

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Teil 1 – The Lookout

Der nasse Wind peitscht gegen die Jacken, die Schutz bieten sollen. Der matschige Boden lässt die Füße entgleisen. Ein Fels ist der einzige Schutz vor den stürmenden Böen, die mit einem Wolkenbruch aufgezogen sind. Jeder Ton verstummt im prasselnden Regen. Von einem auf den anderen Moment können die sich Naturgewalten im Angesicht der schroffen Felslandschaft der Isle of Skye offenbaren. So auch bei dem Aufstieg zum Old Man of Storr – einem Wahrzeichen der schottischen Insel.

Bahnhofsgespräche – Fotografengenerationen

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Noch eine Stunde bis der nächste Zug nach Gießen auf Gleis 109 eintreffen sollte. Zeit genug für ein erfrischendes Kaltgetränk in Form eines frisch gezapften Pilsbieres. Buon Viaggio schrieb sich die örtliche Bahnhofsschenke und machte einen tadellosen Eindruck. Die Wahl fiel also nicht nur leicht, sondern auch ziemlich schnell. Mit Rucksack und Kamera bemannt bestelle ich an der Bar stehend ein Bier. Neben mir sitzt ein Mann mit weißgrauen ungepflegten Haar. Seine Kleider sind schmutzig, und ein strenger beißender Geruch geht von der kleinen Sitzecke aus.